25. Januar 2009

Stellungnahme zum FNP vom 22. Juli 2008

In einem gemeinsamen Schreiben vom NABU (Naturschutzbund Deutschland), vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der ANUO (Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Oberbaden e.V., Mitglied im LandesNaturschutzVerband B.-W.), nehmen diese Gruppen Stellung zum Entwurf der Fortschreibung des Flächennutzungplanes der Gemeinde Grenzach-Wyhlen vom 22. Juli 2008.

Die Gruppen monieren die konsequente und durchgängige Ignorierung aller Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes, während im Landschaftsplan und Umweltbericht vielerorts auf die einzuhaltenden Vorgaben der Europäischen Naturschutzrichtlinie Natura 2000, des BNatSchG, des LNatSchG und der überregionalen Planungen hingewiesen wird. Da nur der FNP rechtsverbindlich ist, kann man geradezu zu der Vermutung kommen, dass der Planer es peinlich vermieden hat, die Aussagen des Landschaftsplanes zu übernehmen, um sie nicht wirksam werden zu lassen. Auch eine Biotopvernetzung zwischen dem Regionalen Grünzug der Buchenwälder auf dem Dinkelbergplateau und der Grünzäsur im südlichen Raum zwischen den beiden Ortsteilen ist nicht zu erkennen.

Insbesondere am Beispiel des "Gleusen" Gebietes, östlich des Hieber-Marktes wird deutlich, dass dem Naturschutzziel in keinster Weise Rechnung getragen wurde und dass konkurrierende Nutzungsansprüche an den Raum nicht (wie im Regionalplan 2000 grundsätzlich festgelegt) sorgfältig abgewogen worden sind. Wir weisen erneut auf den AGENDA 21 Prozess hin in dem es heisst: "Wir erhalten die Kultur- und Freiflächen zwischen und um die beiden Ortsteile."

Weiterhin bemängeln wir, dass der FNP Planungen beinhaltet, die innerhalb ausgewiesener FFH und Vogelschutzgebiete liegen.

Wegen dieser aufgeführten und noch weiterer Bedenken halten wir den FNP für nicht genehmigungsfähig und begründen das in der vollständigen Stellungnahme an das Bauamt der Gemeinde Grenzach-Wyhlen.



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