29. März 2016

Stellungnahme zur Planung B34_neu

Angesichts der Aktualität der Detailplanungen zur B34_neu sehen wir uns genötigt, die gemeinsame Stellungnahme von NABU und BUND aus dem Jahre 2004 auf dieser Internetseite im April 2016 zu veröffentlichen. Wir haben schon 2004 zum "Landschaftspflegerischen Begleitplan zum Neubau der B34" in Grenzach und Wyhlen und zum "Ergänzungsdokument zur Umweltverträglichkeitsstudie" eindeutig Stellung bezogen.

Dort bestätigen wir die in der Konfliktanalyse angegeben Beeinträchtigungsintensitäten für die Biotope westlich und östlich des Industriegebietes, halten diese Beeinträchtigungen aber für zu wenig gewürdigt. Weil beim Bau der Strasse eine Vermeidung von Eingriffen praktisch nicht möglich, und zusätzliche Ersatzflächen nicht zur Verfügung stehen, forderten wir schon damals folgerichig zusätzliche Ausgleichsmassnahmen.

Im Bereich des Auhofes weisen wir auf die Zerstörung des Brut- und Nahrungsbiotopes für Steinkauz und Grauammer hin und benennen die starke Beeinträchtigung weiterer Flächen für teilweise seltene Reptilien und Insekten. Wir beziehen uns in diesen Punkten auf eine Untersuchung durch den Biologen Heiner Lohmann im Rahmen des Projktes Mantis.

Weiterhin vermissen wir begleitende Untersuchungen zum Austausch und zur Vernetzung von Mitgliedern nicht flug- oder schwimmfähiger Tierarten, wie Feldhasen, kleinen Reptilien oder Gastropoden (Schnecken). Neben der Fläche die durch die neue Bundesstrasse unmittelbar versiegelt wird, wirkt dieses Bauwerk für viele Tiere auch wie eine Barriere und schränkt die Bewegungsmöglichkeiten des bisherigen Biotops massiv ein. Wir erwarten für das Naturschutzgebiet Altrhein wegen des zunehmenden Lärms eine veränderte Zusammensetzung der Tierarten und vermissen begleitende Untersuchungen.

Wir zitierten schon damals aus einem Lärmgutachten von Herrn Spitznagel und sehen die planerischen Grenzwerte zur Lärmbelastung, als wissenschaftlich nicht ausreichend fundiert und daher willkürlich festgelegt an.

Zum Schluss unserer Stellungnahme betonen wir den Verlust eines Naherholungsgebietes für viele Bürger Genzach-Wyhlens die bisher südlich des Auhofes und auf den Wegen entlang des Naturschutzgebietes Altrhein Erholung suchen. Der Erholungswert wird durch die angrenzende Bundesstrasse massiv gesenkt werden.



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