Karausche



Die Karausche (Carassius carassius) ist ein Fisch aus der Familie der Karpfen mit seitlich zusammengedrücktem Körper und einem, vor allem bei älteren Tieren, deutlich überhöhten Rücken. Die Fischart gehört zu den invasiven Arten, ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet befindet sich im chinesischen Raum. Bei hohem Raubfischdruck (wenige Tiere der eigenen Art im gleichen Lebensraum und gutem Nahrungsangebot) kann sie eine Länge von 60 cm und ein Gewicht von bis zu 2,5 kg erreichen, ihr Alter kann bis zu 15 Jahren betragen.



Mit dem leicht unterständigen Maul, an dem sich keine Barteln befinden, lebt sie in allen Formen von stehenden Gewässern und daher nur in Teilbereichen des Rheins wie dem Altrhein. Sie ist äußerst sauerstoffunempfindlich und bevorzugt warme, verschilfte und verkrautete Gewässer mit weichem, schlammigen Boden, sie meidet schnellfließende, kalte Gewässer. Sie erträgt auch deutlich saureres Wasser (wie z.B. in Moorseen) als die allermeisten anderen Fische. Mit diesen Eigenschaften kann sie auch das Nahrungsangebot in nach Hochwasser isolierten Altwässern und Tümpeln nutzen, ein kurzzeitiges Trockenfallen übersteht sie durch Eingraben in den Schlamm.



In ihrem Lebensraum ernähren sie sich in Gruppen schwimmend von Larven, Zuckmücken und Eintagsfliegen, alte große Exemplare sind oft alleine auf Futtersuche. Ein hoher Glykogenanteil im Gewebe ermöglicht ihr ein Überleben beim Durchfrieren von Gewässern, diese Kaltperioden überdauert sie auch, weil sie bei niedrigsten Temperaturen keine Nahrung mehr benötigt.

Die Laichzeit beginnt bei Wassertemperaturen ab 14C° und erfolgt von Mai bis Juni. Die Weibchen kleben dann bis zu 300.000 Eier an Wasserpflanzen an. Die Jungen schlüpfen je nach Temperatur nach 3 bis 7 Tagen, die Geschlechtsreife erreichen Karauschen nach 3 bis 4 Jahren.



Suche