Hecht



Der Hecht (Esox lucius) ist neben dem Zander und dem Wels Deutschlands bekanntester Raubfisch, er ist in fast ganz Europa und einigen Teilen Westasiens beheimatet. Der Hecht kommt in fast allen Gewässern vor, zum Beispiel in Teichen, Seen, Flüssen, Kanälen und ist selbstverständlich auch im Altrhein zuhause. Sie jagen als standorttreue fisch gerne mit Deckungsmöglichkeiten in Ufernähe, unter Seerosen oder an Schilfrändern. Seltener gibt es Hechte, die sich im Freiwasser größerer Seen aufhalten und dort großen Futterfischschwärmen folgen.



Der Hecht hat einen lang gestreckten, torpedoförmigen Körper. Der relativ lange Kopf hat ein entenschnabelähnliches, oberständiges, bis unter die Augen reichendes Maul. Die Rücken- und Afterflosse sind weit nach hinten verlagert und ermöglichen dadurch blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver, die ihn zu einem pfeilschnellen Räuber machen, ein ausdauernder Schwimmer ist er nicht. Die Färbung variiert je nach dem Lebensraum, der Rücken ist meist grün-bräunlich, die Färbung wird bis zum weißen Bauch immer heller, an den Seiten trägt der Hecht ein Streifenmuster, auch die Flossen sind mit einem schwarzen Muster überzogen und haben manchmal einen Rotstich. Die Jungfische sind olivfarben bis grün gefärbt und werden deshalb auch Grashechte genannt. Seine Kiefer sind mit ca. 700 umklappbaren Fang- und Hechelzähnen bewehrt, welche nach hinten gebogen sind.

Die normale Länge liegt bei 60 – 100cm, bei optimalen Lebensbedingungen können weibliche Hechte(Rogner) bis zu 150 cm groß werden und ein Gewicht mehr als 20 kg erlangen, die männlichen Hechte(Milchner) werden in der Regel nicht größer als 90cm.



Der Hecht erreicht seine Geschlechtsreife nach ca. 2-4 Jahren. Die weiblichen Hechte verteidigen ab November eigene Reviere von ca. 5 qm Größe, die Laichzeit selber beginnt Ende Februar bei Wassertemperaturen von unter 8° Grad Celsius und endet Anfang Mai. Ein ausgewachsenes Hecht-Weibchen heftet bei einem Laichvorgang zwischen 150.000 und 900.000 ca. 2-3 mm große Eier an Wasserpflanzen, Gräsern von überfluteten Wiesen und an Totholz an. Nach ca. 10-30 Tagen schlüpfen die kleinen Larven und bleiben bis der Dottervorrat vollständig aufgebraucht ist an Wasserpflanzen haften, erst danach begeben sie sich ins Freiwasser wo sie sich zunächst von Kleinstlebewesen und Zooplankton ernähren. Mit zunehmendem Alter (ca. 5-6 Wochen / 4-6 cm Länge) entwickeln sich die Junghechte zu Jägern und wagen sich auch an größere Beute wie zum Beispiel Weißfischbrut heran, im ersten Jahr werden sie ca. 15cm groß. Der Hecht hat eine maximale Lebenserwartung von ca. 30 Jahren.



Hechte sind aggressive Raubfische, die alle Arten von Fischen fressen und dabei auch nicht vor ihren eigenen Artgenossen zurückscheuen. Frösche, Vögel und kleine Säugetiere gehören ebenfalls zu ihrem Beutespektrum. Mit dem dehnbaren Magen greifen sie auch gerne Beute an, die annährend so groß ist wie sie selber.



Suche