1. März 2016

BUND Vorschläge für Verbesserungen an der B34

Der BUND dankt der Planungsbehörde für die Beteiligung an der Ausführungsplanung der B34_neu, welche sie der Kommune Grenzach-Wyhlen und damit auch unserer BUND-Gruppe freiwillig eingeräumt hat. Aufgrund des langen Zeitraums von mehr als 10 Jahren seit der Planfeststellung sehen wir allerdings auch eine dringende Notwendigkeit, diese Planung aufgrund der wesentlich geänderten Anforderungen anzupassen.
Hierzu hat sich der BUND schon mehrfach in den verschiedenen Stellungnahmen geäußert.


Nach unserer Einschätzung ist die bisherige Planung einseitig auf eine beschleunigte Durchleitung des Durchgangsverkehrs zwischen Basel und den deutschen Orten am Hochrhein ausgerichtet. Dieser Verkehr spielt jedoch für den Bereich unserer Gemeinde Grenzach-Wyhlen nur eine untergeordnete Rolle. Die geplante Beschleunigung des motorisierten Verkehrs auf der B34_neu ergibt für unsere Gemeinde das erhebliche Risiko, dass die neue Bundesstrasse eine Alternative für den Fernverkehr bei verstopften Schnellstrassen der Region (A5, A98, A861 und A2-CH) werden könnte. Wir fordern daher als alternative Zielsetzung der B34_neu einen möglichst gleichmässigen Verkehrsfluss bei einer Begrenzung der Geschwindigkeit auf 50 km/h im gesamten Gemeindegebiet.
Für den dominierenden Ziel- und Quellverkehr in Grenzach-Wyhlen z.B. zum Arbeiten, Einkaufen oder Wohnen sind die ungeeignet geplanten Verbindungen der B34_neu mit den lokalen Strassen sehr nachteilig. Auch für den erheblichen innerörtlichen Verkehr ergeben sich durch die Unterbrechung etlicher Verbindungen grosse Nachteile. Das wichtige Ziel, den innerörtlichen Verkehr massiv zu senken, sehen wir unter diesen Bedingungen als nicht erreichbar an.

Die neue Bundesstrasse wird durch sensible Wohn- und Naherholungsgebiete führen, sowie sehr nahe an bestehenden Naturschutzgebieten vorbeigeführt werden. Die Emissionen von Lärm und Schadstoffen durch den Verkehr sowie die Unfall-Risiken müssen durch Geschwindigkeitsbegrenzungen und wirksame Abschirmungen u.a. durch eine Tieferlegung der Trasse in Wohngebieten gering gehalten werden. Die Belastungen und Einschränkungen durch die B34_neu sind unserer Auffassung nach bisher unangemessen hoch. Dies gilt besonders für das hochwertige Naturschutzgebiet Altrhein.

Die geplanten Bauwerke müssen sich unbedingt an den aktuellen und zukünftigen Anforderungen aller Arten von Verkehr  in Grenzach-Wyhlen orientieren (Durchgangsverkehr, Ziel- und Quellverkehr, innerörtlicher Verkehr). Sie müssen durch diese Verkehre als notwendig und am besten geeignet begründet sein. Überflüssige Bauwerke müssen Bauwerke eingespart werden, um die notwendigen Bauten finanzieren zu können. Erhebliche zusätzliche Mittel sind erforderlich zur Ergänzung der Wege für den Velo- und Fussverkehr sowie die langfristig konzipierte Abschirmung der Wohngebiete (Wyhlen-Süd, Solvay) gegen Belastungen durch den Verkehr auf der B34_neu.

Wir können bisher nicht erkennen, dass die Vorteile der  neuen Bundesstrasse die Nachteile eindeutig überwiegen. Die Möglichkeiten einer Verbesserung der Planung sind allerdings nach unserer Einschätzung nicht ausgeschöpft. Daher engagieren wir uns entsprechend. Wir haben für eine Reihe von Abschnitten sehr konkrete Vorschläge, wie die neue Bundesstrasse besser ausgestaltet werden kann.

aktualisiert am 9. März 2016



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