Verkehrsleitlinien des BUND

Der BUND stellt fest, dass die Verkehrsinfrastruktur wie Strassen und Plätze gemäss den Bedürfnissen früherer Zeiten gebaut worden sind und den aktuellen Nutzungsgewohnheiten unzureichend genügen. So ist der Korridor der heutigen B34 durch die zentralen Bereiche der Ortsteile Grenzach und Wyhlen für die genutzten Verkehrsmittel zu eng und kann auch nicht erweitert werden. Der angewachsene Verkehr auf dieser Strasse resultiert aus Bedürfnissen, die nicht mehr am Wohnort, sondern in grösseren Entfernungen zum Wohnort befriedigt werden.

Wir sehen in der Region noch immer eine fortschreitende Trennung von Wohnen und Arbeiten/Einkaufen. Wir denken, dass die Anwohner, die Anbieter von Dienstleistungen und selbst die Nutzer der B34 in Wyhlen und Grenzach unter diesem Verkehr leiden und dringend eine Reduktion benötigen. Zudem weisen wir auf die Lärmbelastung durch Verbrennungsmotoren und Laufgeräusche hin, machen auf das Gefährdungspotential der schwächeren Verkehrsteilnehmer aufmerksam und sehen auch den noch immer steigenden Flächenbedarf von Kraftfahrzeugen für Parkflächen und Verkehrsraum.

Die damit verbundene Zersiedelungstendenz gilt auch für Grenzach: Ein Lebensmitteldiscounter ist im Westen, der andere im Osten angesiedelt worden, ein grosser Lebensmittelmarkt ist ebenfalls am östlichen Ortsrand angesiedelt worden, eine zentrale Lage für den lokalen Einkauf liegt eindeutig woanders.

Wir weisen auch daraufhin, dass der Öffentliche Personennahverkehr um so höhere Subventionsgelder benötigt, je geringer die Verdichtung der Siedlungsflächen ist.Der BUND verfolgt für Grenzach-Wyhlen Entwicklungsziele die den Verkehr minimieren, etwa durch kompakte Bebauungspläne, attraktiv gestaltete Ortszentren, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung weniger belastender Individualverkehrsmittel und selbstverständlich auch eine Kombination aller Massnahmen.

Wir glauben, dass Grenzach das nutzbare Potenzial an Siedlungsflächen fast erschöpft hat (Wohngebiete und Gewerbeflächen), und nur noch Umnutzungen möglich (z.B. Gewerbe in Wohngebiet auf dem BASF-Areal) sind.
Im Ortsteil Wyhlen gibt es (bei Bedarf) noch erhebliche Reserven an Flächen für Siedlung und/oder Gewerbe im östlichen Bereich (Serrnuss-Ost, Markhof-Fläche ‚Spitzacker‘) und südlichen Bereich (Gewann ‚Unter der Strasse‘, Bereich Kraftwerk). Für diese zusätzlichen Siedlungsflächen, insbesondere diejenigen südlich der Bahnlinie), fordern wir die Einrichtung umweltschonender Mobilität im Zuge der Bebauungspläne für aktuelle und zukünftige Bedürfnisse. Ohne solche Massnahmen wird die Verkehrsdichte in der Dorfmitte weiter zunehmen.

Für beide Ortsteile sehen wir bei steigendem Kraftfahrzeugaufkommen einen Konflikt mit dem neuen Umweltschutzgesetz von Basel, nach dem bis 2020 die Gesamtverkehrsleistung des privaten Motorfahrzeugverkehrs ausserhalb von Autobahnen um 10% abnehmen muss. Einem ansteigendem KFZ Verkehr aus Grenzach-Wyhlen stünden zurückgehende Aufnahmekapazitäten beim Verkehrs- und Parkraum in Basel gegenüber.

Der BUND fordert Verkehrsstrukturen, die weniger belastende Verkehrsteilnehmer fördert: Fussgänger, Velofahrer, Rollerfahrer und erst dann private Kraftfahrzeuge; im öffentlichen Verkehr Bus/Tram und Schienenverkehr. Wir fordern auch verbesserte Möglichkeiten zur Kombination zwischen den verschiedenen Verkehrmitteln und sehen noch erheblichen Verbesserungsbedarf beim Parkraum von Carsharing Angeboten.

Der BUND Standpunkt

  • Die Belastung (Lärm, Emissionen & mangelnde Sicherheit) ist in beiden Ortszentren zu hoch.
  • Wir fordern Massnahmen zur Verkehrsverlagerung auf umweltschonende Verkehrsmittel (Fussgänger, Velos & Busse).
  • Die maximale Fahrbahnbreite orientiert sich an einer problemlosen Begegnung von Bussen.
  • Fussgänger und Velofahrer sollen durchgehend grössere und abgetrennte Verkehrsräume bekommen.
  • Wir fühlen uns den Ergebnissen des Agenda Prozesses 2002 noch immer verplichtet

 

 



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