30. Juli 2014

Stellungnahme zum Sanierungsplan Kesslergrube BASF Teil

Gemeinsam mit dem BUND Deutschland, dem BUND Baden-Württemberg, dem BUND Hochrhein sowie der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Oberbaden (ANUO) hat die Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen eine Stellungnahme zu den Planungsunterlagen der BASF zum geplanten Sicherungsverfahren in der Kesslergrube verfasst.

Alle beteiligten Gruppen sehen die gesetzlichen Anforderungen an eine Sanierung gemäss BBodSchG als nicht erfüllt an. Detaillierte Begründungen für dieses Urteil zu den Themengebieten Gefahrenpotential, Informationslücken zu den Ausschwemmungen, gesundheitliche Risiken für den Menschen und die unbekannte Planung in bezug auf Dauer und Kosten der Sicherung sind Bestandteil unserer Eingabe.

Der Planungsentwurf zielt aktuell auf eine Konservierung der Ablagerungen und die Vermeidung kontaminierten Grundwassers hin, eine Sanierung ist überhaupt nicht vorgesehen. Wir sehen Widersprüche bei der Begründung für die verstärkte Abdeckung des Areals und begründen warum das Kostenrisiko fast vollständig auf künftige Generationen verschoben wird.

Die vorgelegte Planung enthält keine zusätzlichen Kriterien der Nachhaltigkeit die den ökologischen Fußabdruck, die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Auswirkungen auf Betroffene und spätere Generationen minimieren. In dieser Form halten wir die vorgelegte Planung für mangelhaft und verlangen eine deutlich nachgebesserte Version, die die Nachhaltigkeit der gewählten Methode nachweist.

Wir sehen unseren Standpunkt zum wiederholten Male bestätigt.



Industrialisierung am Hochrhein

Bild: "Chemische Industrie Grenzach um 1900" Archiv ZeitzeugenGW

Kesslergrube.de

Bei der Altablagerung Kesslergrube handelt es sich um mehrere ehemalige Kiesgruben im Ortsteil Grenzach der Gemeinde Grenzach-Wyhlen, die zwischen 1913 und 1969 angelegt und betrieben wurden.
Ab den 1950er Jahren erfolgte bis 1976 eine Wiederauffüllung mit Erdaushub, Bauschutt, Hausmüll und Abfällen der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Verfüllt wurden die Gruben durch ortsansässige Industriebetriebe, Müllfuhrunternehmen und die Standortgemeinde.

Nachhaltigkeit

Quelle: www.nachhaltigkeit.info

„Humanity has the ability to make development sustainable - to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs."

Frei Übersetzt bedeutet dies: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“

oder wie der Brundlandt-Bericht 1987 schrieb:
„Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können."

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