18. März 2018

Wanderung Karstphänomene und Hochwasserschutz

Hauptmuschelkalk
Versunkener Bach
"Mossi" Staudamm
"Frische" Doline

Nach der ersten Station an der Karstquelle des ehemaligen Klosters Himmelspforte und einem kurzen Blick auf den trüben Gipsbach, ging es weiter in Richtung Keusboden vorbei an Aufschlüssen anstehenden Hauptmuschelkalks.

Dieses Gestein entstand vor 200 Millionen Jahren im sogenannten Germanischen Becken hauptsächlich durch marine Ablagerung. Neben den biogenen Kalksedimenten gibt es die evaporitischen Sedimentfolgen.
Hierzu gehören neben Kalk auch die Gips- und Anhydritschichten, die auch in Wyhlen abgebaut wurden.

Der Keusboden bietet neben versunkenen Bächen außerdem mehrere kleine "frische" Dolinen, die auf eine Verkarstung im Untergrund hinweisen.
Dolinen entstehen vor allem durch den Einbruch von Höhlensystemen, die sich hier im anstehenden Muschelkalk gebildet haben.

Eine besondere Doline findet man auf dem Rührberg als geschütztes Geotop.

Das Bach des Keusbodens ist eine hydrologische Besonderheit, da er nur bei Sturzfluten "gefährlich" sichtbar wird.

Deshalb wurde hier im Rahmen des Hochwasserschutzkonzepts der Gemeinde Grenzach-Wyhlen sogenannte "Mossi"-Staudämme aufgebaut. Diese antike Bewässerungstechnik dient hier aber nicht der Bewässerung, sondern bremst das Sturzwasser durch den besonderen Bau ab.



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