BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Schulbiotop und Kiesgrube

Biotop am Schulzentrum Grenzach-Wyhlen, Foto: I.Blaha

"Warum schneiden wir hier die Sträucher zurück und sägen Bäume ab? Ich dachte wir sollen die Pflanzen schützen."

Für den Natur- und Artenschutz sind Hecken und Sträucher sehr wichtig, aber letztendlich würde alles wieder zu Wald werden, was nicht immer gewollt ist. Denn gerade die Vielfalt an Lebensräumen mit Wald, Feld, Wiese und Teichen, die in den Kulturlandschaften entstanden sind, schafft stabile Ökosysteme für Flora und Fauna. Bevor in der Zeit vom 1.März bis zum 30.September (BNatSchG) keine Bäume, Hecken, lebende Zäune Gebüsche und andere Gehölze mehr abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden dürfen, gab es in der Kiesgrube Wyhlen und dem Biotop am Schulzentrum noch einiges zu tun.

Viel Unterstützung und zupackende Hände gab es in der Kiesgrube wieder vom Judoclub Grenzach-Wyhlen und anderen BUND Aktiven.

Hier geht es meistens darum die Schmetterlingsflieder und Robinien zurückzuschneiden, die sich hier stark ausbreiten, um offene Flächen zu erhalten. Denn für viele Insekten und Tierarten sind diese offenen Lebensräume lebensnotwendig. Außerdem sind einheimische Sträucher wie z.B. der Weißdorn als Nahrungsangebot sehr wichtig. Der Nektar der Buddleja ist nur für den fertigen Schmetterling als Nahrungsquelle interessant. Für eine Vielfalt bei Schmetterlingsarten sind die Fraßpflanzen der Raupen entscheidender. Wer im Garten verschiedene einheimische Sträucher und Stauden pflanzt, mehr Wildnis und z.B. eine Brennesselecke zulässt, kann schon viel für den Artenschutz erreichen.

Am Schulbiotop hat die 9.Klasse der Realschule und ihre Lehrerin Frau Härlin engagierten Einsatz gezeigt, so daß nun wieder ein Zugang zum Teich und der Blick vom Klassenzimmer live ins Biotop möglich ist. Viele Amphibien brauchen den Teich zum laichen und wer im späten Frühjahr hier abends spazieren geht, bekommt ein formidables klassisches Froschkonzert präsentiert. Allen Helfern, den Schülern und Jugendlichen hat es gefallen und sie sind nächstes Mal wieder mit dabei, wenn der BUND zur Biotoppflege einlädt.

Wie die BUND-Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen ein Biotop pflegt

Habitat für Wildbienen, Foto: I.Blaha

Die Kiesgrube in Wyhlen ist die Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten. Damit das so bleibt, rodet die Ortsgruppe des BUND regelmäßig schnellwachsende Pflanzen. Wir haben sie begleitet.

Hier den Artikel der Badischen Zeitung weiterlesen

Totholzhaufen

Einfach alles übereinander. Wir empfehlen, auch starke Äste und Stammstücke zu nutzen. Das gibt erstens Struktur und bewahrt den Haufen davor, durch Zersetzung zu schnell an Größe zu verlieren. Käfer und andere Holzbewohner werden es Ihnen danken. Legen Sie den Totholzhaufen am Besten in einer störungsarmen Gartenecke an.
Wenn möglich sollte ein schattigeres Plätzchen gewählt werden. Mit starken Pflöcken, die man in den Boden rammt, lässt sich der Haufen auch ganz gut in Form halten. Mit den Jahren wird der Haufen natürlich in sich zusammensinken. Kein Problem: entweder Sie Schichten an gleicher Stelle einen neuen Haufen auf oder aber Sie nutzen den entstanden Humus gleich zum Anbau von Gemüse.

Quelle: www.liga-vogelschutz.org

13. März 2019

Tatkräftige Hilfe vom Judoclub

Gemeinsam sind alle stärker Foto: I.Blaha

Mit tatkräftiger Unterstützung vom Judoclub Wyhlen wurde dieses Jahr die Biotoppflege in der Kiesgrube durchgeführt. Was viele Helfer im Laufe eines Vormittages schaffen, war sehr beeeindruckend, insbesondere die Kinder und Jugendlichen waren mit viel Spaß und Energie dabei.

In der Kiesgrube ist es das Ziel die Flächen frei von Bewuchs zu halten und damit der Sukzession entgegenzuarbeiten. Denn offene Bereiche zusammen mit Totholzhaufen und kleinen Wasserflächen sind der Rückzugsraum vieler bedrohter Arten. Mit dem klassischen Wiedehopf, ein sehr passender Name für dieses Gartengerät, schaffte man Lehmwände, was einige Wildbienen als Nistplatz brauchen. Insbesondere die Robinien und der Schmetterlingsflieder wurden entfernt, denn als invasive Neophyten können sie den Standort stark überprägen.
Daneben muss man auch Weiden ausgraben, die zwar heimisch sind, aber schnell eine Brachfläche zum Waldstück umwandeln können, was hier im Biotop Kiesgrube nicht das Ziel der Biotoppflege ist. Die letzteren Pflanzen haben übrigens einigen Widerstand mit sehr langen Wurzeln geleistet, hatten aber bei dieser Gruppe keine Chance.

Herzlichen Dank für die Unterstützung an den Judoclub!!

11. März 2019

SAK Arbeitseinsatz in der Kiesgrube Wyhlen

Bagger entfernt Schilfwurzeln Foto: I.Blaha

Mit dem SAK und Mitteln aus der Landespflege war dieses Jahr wieder eine maschinelle Biotoppflege in der Kiesgrube möglich. Mit dem kleinen Bagger wurde ein großer Teil der Schilfwurzeln entfernt. Damit gibt es aktuell eine durchgängige Wasserfläche. Am nördlichen Ufer bleibt aber ein Schilfstreifen als Schutzraum für Vögel stehen.

Im NSG baggerte der SAK eine Steilwand frei, die verschiedenen Wildbienen Nistmöglichkeiten bieten soll. Außerdem wurde der nördliche Kieshügel von Sträuchern und Brombeeren befreit und dient damit wieder als sonniger Reptilienplatz.

11. Dezember 2018

Biotoppflegeaktion Im Lenzen

Entfernung der Teichfolie Foto: I.Blaha
Flechtzaun gegen Bodenerosion Foto: I.Blaha

Beim Biotop „Im Lenzen“ handelt es sich um ein Hanggrundstück eines ehemaligen Gartens oder Rebbergs. Das Gelände ist terrassiert, die zwei Terrassen sind mit Kalksteintrockenmauern abgestützt. Diese sind zum Teil verfallen und Steine sind lose und herausgefallen. Es befindet sich ein kleines Teichbiotop, welches durch Hangwasser gespeist wird. Das Grundstück ist komplett mit Brombeeren, Brennnesseln zum Teil auch Schachtelhalm, überwachsen.

Gesamtziel ist die Wiederherstellung einer möglichst naturnahen, aber auch begehbaren und erlebbaren Fläche mit dem Zweck, Amphibien und Insekten sowie die Umweltbildung zu fördern.

Die BUND Ortsgruppe hat das Gartengrundstück von der Gemeinde gepachtet. Im nächsten Schritt wird die alte Teichfolie entfernt und der Teich neu abgedichtet. Im Frühjahr ist die Wiederherstellung der Trockenmauern geplant. Vielen Dank an die Unterstützer und Helfer vor Ort.

Weitere Infos Biotoppflege hier.

23. März 2018

Totholzhaufen im Biotop

Winterliche Temperaturen im Biotop, aber mit tatkräftiger Hilfe, war der neue Totholzhaufen schnell angelegt. Neben Kindern der Buchswaldbande waren auch einige wettertaugliche Erwachsene mit dabei. Das Material stammt aus den Pflegeaktionen der Wintersaison.
Die Totholzhaufen fördern die Artenvielfalt, da viele Tiere und Insekten diese Lebensnische in der aufgeräumten Landschaft nicht finden können. Wer also Platz im Garten hat und sich über etwas wilde Natur freut; im Kasten nebenan gibt es eine Kurzanleitung zum Bau.

Biotoppflege in der Kiesgrube

Das Biotop Kiesgrube Wyhlen ist ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang (FFH-Gebiet). Es hat sich zudem in den vergangenen Jahren auch als ein sehr geschätztes Gebiet für nahe Naturerfahrung etabliert, welches Menschen das Erleben der vielfältigen Natur ermöglicht. Damit dies so bleibt, bedarf es einer kontinuierlichen, jährlichen Biotoppflege, für welche sich der BUND mit Helfern seit Jahren engagiert.

Das Biotop Kiesgrube Wyhlen bietet Pflanzen und Tieren der Flussaue einen wichtigen Ersatzlebensraum. Deshalb gibt es für das Gebiet auch die Bezeichnung ‚Lebendige Flusslandschaft Wyhlen’. Der ursprüngliche Lebensraum am Rheinufer ist durch die starke Veränderung (Verschlechterung) reduziert oder verschwunden, z.B. Kiesstreifen am Ufer durch den Bau der Flusskraftwerke oder Befestigung des Ufers.
Früher wurde der Gehölzaufwuchs am Rheinufer durch die jährlichen Hochwasserphasen des Rheins ‚weggeschwemmt’. Diese Funktion des Flusses übernimmt in der Kiesgrube Wyhlen die Biotoppflege, indem der Gehölzaufwuchs ausgerissen oder abgeschnitten wird. Hier geht es um das Begrenzen des Aufwuchs an Gehölzen (Robinien, Pappeln, Weiden) sowie sich ausbreitenden Brombeeren in einigen Bereichen. Aber auch die Menschen haben dadurch Vorteile, weil die Sicht auf die vielfältige, sich reizvoll entwickelnde Natur in der ehemaligen Kiesgrube erhalten bleibt.

Die BUND-Ortsgruppe führt die Biotoppflege in der Kiesgrube Wyhlen schon seit mehr als 20 Jahren durch. Beteiligt an den Massnahmen sind der Soziale Arbeitskreis Lörrach-Rheinfelden (SAK) und freiwillige Helfer aus dem Ort. Zu den letzteren gehören Erwachsene aber auch häufig Jugendliche (über Kontakte zu Eltern, Schulen, Kirchen, Vereine). Die Aktionen werden teilweise finanziert über Landes-Naturschutzmittel (nach der sog. Landespflegerichtlinie). Auch die Gemeinde als Haupteigentümer der Biotopflächen leistet einen wichtigen Beitrag, indem die Pflege der Wege vom Werkhof übernommen wird.

Quelle: http://www.grenzach-wyhlen-bund.de/themen_und_projekte/biotoppflege/