Engagement mit Ausdauer

Weisstorch

Das Gebaren grosser und mittlerer Firmen, die Verwaltung und auch die politischen Entscheidungsträger unterscheiden sich in Grenzach-Wyhlen leider nur wenig von denen in anderen Gemeinden oder übergeordneten Gebietskörperschaften. Auf allen Ebenen wird mit wenig nachhaltigen, ökonomischen Ansätzen gewirtschaftet und eine Wachstumspolitik verfolgt, die ohne die Ausbeutung natürlicher Ressourcen gar nicht möglich wäre. Wir glauben sogar, dass in diesem Sinne mehr geklotzt als gekleckert wird und der Raubbau an der Natur in einem atemberaubenden Tempo voranschreitet.

So haben sich im Laufe von Jahrzehnten ganze Themengebiete eröffnet, deren weitere Entwicklung wir mehr als kritisch verfolgen. An manchen Stellen können wir uns nur mit Mühe einer Fundamentalopposition verweigern.

Wir betrachten den BASF Anteil an der Kesslergrube als eine Generationenlast, die schon wir von unserer Vorgeneration vererbt bekommen haben und die wir nun unseren eigenen Kindern übereignen, frei nach dem Motto: "Sollen die doch zusehen wie sie damit klarkommen". Das es auch anders geht zeigt die Roche, die mit dieser Altlast nach unserer Auffassung vorbildlich umgeht.

Auf unsere einhellige Ablehnung stösst auch die nach wie vor fortschreitende Flächenversiegelung. Nirgends sind auch nur ansatzweise Entwicklungen erkennbar, bereits versiegelte Flächen, wieder der Natur zurückzugeben. Auf der Seite für die Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan bekommt man einen Eindruck, wie es in und um Grenzach und Wyhlen vor garnicht langer Zeit mal ausgesehen hat. Mit dem Verlust von naturnahen, landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es für unsere Generation weder viele Schmetterlinge, noch viele Amphibien im Alltag zu beobachten. Wo Strassenteer, Pflastersteine, Industriegebiete und Wohngebäude die Fläche bedecken, befindet sich kein naturnaher Lebensraum und kann sich nahezu kein Lebewesen ernähren.

Die Energieversorgung des Baustoffrecyclingwerk ist ein Abbild der Energiepolitik auf Bundesebene. Trotz eines um 2/3 höheren CO2 Ausstosses und einer erheblich grösseren Menge an Emissionen, hat das BRW von Öl- auf Braunkohlebefeuerung umgestellt. Wir bezweifeln, dass die heutzutage Verantwortlichen in der Firma und beim Landratsamt ihre Entscheidungen irgendwie mit heutigen oder zukünftigen Klimaflüchtlingen in Verbindung bringen und schon garnicht in ihr Handeln einbeziehen.

Das Faktum, dass das Atomkraftwerk Fessenheim auf französischer Seite liegt, bedeutet noch nicht, dass wir in Grenzach-Wyhlen nichts damit zu tun haben. Wir liegen innerhalb des 40km Umkreises und tragen ein Restrisiko, dass unsere Heimat bei einem Atomunfall in Fessenheim zum (zeitweisen?) Sperrgebiet gehören wird. Es ist zu befürchten, dass in diesem Fall die Einwohner von Freiburg die ganze Aufmerksamkeit der Behörden binden werden und wir stark auf Selbstorganisation angewiesen sein werden.

Für all diese Themen brauchen wir einen langen Atem. Wir laden ausdrücklich interessierte Bürger ein, bei uns mitzumachen und bedanken uns an dieser Stelle für ihr Interesse.



Klimaschutz

Am 12.12.2015 beschliesst die UN-Klimakonferenz in Paris die Erderwärmung auf weniger als 2C° zu begrenzen. Der BUND wird immer wieder Gemeindeentscheidungen in bezug auf dieses Ziel bewerten.

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Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch 31.Januar um 19:30 Uhr im Gasthof am Kraftwerk statt.