22. April 2013

Bootsanlegesteg an der Salzlände

Am 12. April trafen sich auf Initiative des Fischereivereins (Einladung des Bauamtes) Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg, der BASF, des Fischereivereins und des BUND zur einer Ortsbesichtigung im Bereich der Salzlände. Ein Hauptthema war neben der Frage der Begehbarkeit des Rheinuferwegs südlich dem BASF-Areal, der Umzug der Anlage des Wassersportclubs. Die alte Slipanlage musste im Rahmen des Neubaus der B34 rückgebaut werden und an neuer Stelle wieder errichtet werden. Als problematisch und strittig erwies sich, dass mit der Slipanlage auch ein neuer Bootsanlegesteeg gebaut werden soll, der lediglich für "kurzfristiges" Festmachen von Booten zugelassen ist. Dieser Bootsanlegesteeg soll nach jetzigem Planungsstand allerdings eine Länge von 64m haben! Der ehrenamtliche Naturschutz (Naturschutzbeauftragter, Fischereiverein, BUND, NABU) wurde in die Planung nicht mit einbezogen, ja nicht einmal informiert, was weder den formalen Regeln für die Planung einer solchen Anlage entspricht, noch den inhaltlichen Anforderungen an die an Beteiligung an die Planung, welche für die bestehende Gestaltung des Uferbereichs sehr nachteilig ist.

Der Bootsanleger ist mit einer Länge von 64 Metern nach unserer Meinung 'gewaltig überdimensioniert' und daher eher geeignet, um Booten eine dauerhafte Anlegestelle zu bieten. Wir sind der Meinung, dass ein viel kürzerer Steg von vielleicht 6,40m für "kurzfristiges Festmachen" völlig ausreichend sein müsste. Die BUND-Ortsgruppe erinnert an die Diskussionen innerhalb des Agenda Prozesses, aufgrund derer in Ufernähe in diesem Bereich Rheininseln für Pflanzen und Tiere geschaffen worden sind. Eine dieser Inseln wird die beabsichtigte Schutzfunktion wegen des neuen Bootsanlegers nicht mehr ausfüllen können. Zudem weisen wir daraufhin, dass in den 90er Jahren die Gemeinschaftssteeganlage am Hörnle gebaut wurde, um die allgegenwärtigen Steeganlagen im gesamten Ufergelände der Salzlände entbehrlich zu machen und dem natürlichen Ufer wieder Platz zu machen. Dem BUND sind keine Tatsachen bekannt, die diese Argumente ausser Kraft gesetzt haben.
Zusammenfassend unterstützt der BUND den Bau der neuen Slipanlage und eines Bootsanlegesteeges, der ein zwingend notwendiges, kurzfristiges Anbinden von Sportbooten ermöglicht. Einen Bootsanlegesteeg in der Länge von 64m lehnt der BUND ab.



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