20. März 2009

Flächennutzungsplan

Bei der Planung des öffentlichen Raumes gibt es in der deutschen Gesetzgebung ein mehrstufiges Verfahren mit dem sichergestellt werden soll, dass die baulichen Massnahmen der verschiedenen Gebietskörperschaften (Bund, Land, Kreis und Gemeinde) aufeinander abgestimmt sind. In diesem Sinne gibt es die Raumordnung, die Landesplanung, die Regionalplanung und auf Gemeindeebene den Flächennutzungsplan. Der Flächennutzungsplan stellt für das ganze Gemeindegebiet die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung, sowie die Art der Bodennutzung dar. Aus dem FNP heraus werden die Bebauungspläne für einzelne Gemeindegebiete erstellt.

Die gesetzlichen Bestimmungen erlauben bei der Erstellung des FNPes oder der Änderung des FNPes die Mitsprache und Beteiligung von Behörden und Bürgern. Im Rahmen dieser Mitsprache nimmt die Ortsgruppe des BUND zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland regelmässig Stellung zu den geplanten Massnahmen auf Gemeindeebene.


Grenzach und Wyhlen im Jahre 1845

Wir nehmen die Mitsprache von Naturschutz- und Umweltverbänden regelmässig wahr, weil die industriell und gewerblich genutzte Fläche über die Jahrzehnte immer grösser geworden ist und eine immer grössere Fläche versiegelt wird, dieser Flächenverbrauch hält nach wie vor an. Mit der Versiegelung von Landschaft wird sowohl Pflanzen als auch Tieren der Lebensraum sehr stark eingeschränkt oder gleich ganz genommen. Die hier am Beispiel von Grenzach-Wyhlen nachgewiesene industriell und gewerblich verbrauchte und versiegelte Fläche der letzten 150 Jahre wurde und wird in einem ähnlichen Ausmass in ganz Mitteleuropa praktiziert. Wir versuchen auf Gemeindeebene dieser Entwicklung entgegen zu wirken.



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