8. November 2015

Stellungnahme zum Planungsentwurf

Der BUND fordert einen Verzicht auf den Bau der B34_neu im Bereich des FFH Schutzgebietes Altrhein, um eines der wertvollen Areale verbliebener Schutzgebiete in unserer Gemeinde nicht weiteren Belastungen auszusetzen.
Die durch den Verzicht auf diese neu zu bauende Trasse freiwerdenden Mittel sollten sinnvollerweise in eine Tieferlegung der neuen Strasse im Bereich Wyhlen-Süd investiert werden, wo Querungsmöglichkeiten für Fussgänger und Radfahrer und gleichzeitig eine Abdeckung wie zwischen Rheinfelden und Nollingen entstehen könnte. Diese Abdeckung wird einen dauerhaften Schutz der Anwohner vor den zu erwartenden Emissionen gewährleisten.

Wir fordern eine wesentlich höhere Beachtung der Bedürfnisse des Langsamverkehrs und verlangen mehr Querungshilfen für Fussgänger und Fahrradfahrer in der Nähe der Wohnbebauung. In der alten (2005), aber noch aktuellen Planung sind Fahrradwege teilweise garnicht, oder nur auf einer Seite vorhanden, die Fuss- und Radwege sind oft zu schmal, dem Fahrradverkehr werden an einigen Stellen Umwege zugemutet. Wir machen konkrete Vorschläge welche Änderungen wir in diesem Bereich erwarten.

Unsere Gegenvorschläge zielen alle auf eine Reduktion der ökologischen Belastungen sowie einer Reduktion von Lärm, Russpartikeln, Stickstoffdioxyd, Stickoxyden und CO2.

Wir forden einen Verzicht auf Massnahmen die der Beschleunigung des motorisierten Verkehrs dienen, zudem sehen wir kostentreibende Baumassnahmen, wenn Kraftfahrzeuge sicher an innerörtliche Strassen angebunden werden müssen und verlangen aus all diesen Gründen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h im gesamten Ortsbereich von Grenzach-Wyhlen.

Wir vermissen noch immer ausreichend detaillierte Angaben zu den zu erwartenden Emissionen. Wir sehen darin eine taktische Massnahme zur Förderung des beschleunigten Autoverkehrs, da vor nicht bekannten Emissionen auch nicht geschützt werden muss.

Im Bereich von Grenzach setzen wir uns für den Schutz des Naherholungsgebietes Salzlände ein und fordern zu dessen Erhalt eine Verlegung der geplanten Trasse vom Rheinufer zum Heerweg nahe der vorhandenen Bahnlinie hin. Verhandlungen mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke, und dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung, sollten unverzüglich aufgenommen werden.

Zudem fordern wir eine naturnahe Querung der Bäche Ruschbach, Leuengraben und des Langmattgrabens unter der B34_neu hindurch, eine Verrohrung und damit der Verhinderung des offenen Zugangs lehnen wir entschieden ab. Eine Uferböschung die nicht existiert, kann weder Pflanzen noch Tieren einen Lebensraum bieten.

Die Einschätzung der B34-neu Planung wird derzeit in unserer Kommune intensiv diskutiert. Die Übergabe einer Langfassung unserer Beurteilung der B34_neu Planung an die zuständige Stelle im RP Freibung ist derzeit in Vorbereitung.

Aktualisiert am 8. November 2015



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