Regenbogenforelle



Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist eine invasive Fischart, die ursprünglich aus dem pazifischen Raum bei Nordamerika stammt und in Deutschland seit Mitte der 1800er Jahre wirtschaftlich gezüchtet und gemästet wird. Sie ist schnellwüchsig, ein relativ guter Futterverwerter und eher stressresistent bei dichtem Besatz. Die Regenbogenforelle gehört zur Familie der Lachsfische und gehört damit zu den Raubfischen. Sie ernährt sich von Insekten, kleinen Fischen und Fröschen, Würmern, Kaulquappen, Bachflohkrebsen und auch Maden. Insekten jagen sie sowohl unter Wasser (Larven) als auch über - und an der Wasseroberfläche, zudem sind sie als Laichräuber bekannt. Alles in allem eine bemerkenswert große Speisekarte.

Sie sind bis auf die Antarktis weltweit verbreitet und leben in Flüssen und Seen, bevorzugen allerdings schnellfließende, klare und kalte Gebirgsbäche, manche Bestände leben zumindest zeitweise im Meer. Sie ist eher unempfindlich gegenüber höheren Temperaturen. Die Regenbogenforelle ist schon lange in Deutschland verwildert und steht mit den einheimischen See- und Bachforellen in Konkurrenz um den Lebensraum. Aufgrund ihres Jagdverhaltens können sie die einheimischen Forellenarten verdrängen, auch Kreuzungen zwischen Bach- und Regenbogenforelle sind möglich. Zum Schutz der Bachforellen werden Regenbogenforellen verfolgt. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind ihre schwarzen Punkte vor allem in der oberen Körperhälfte; die Bachforelle hat rote Punkte.



Im Süßwasser erreichen Regenbogenforellen eine Durchschnittsgröße von ca. 50 cm und 1 kg Gewicht, es sind aber auch schon Exemplare von über einem Meter und mehr als 10 kg nachgewiesen worden. Regenbogenforellen die auch im Meer leben, können noch grösser werden.

Die Regenbogenforellen wandern zur Laichzeit von Dezember bis Mai flussaufwärts, die Männchen sind dann auffällig gefärbt und haben einen Haken am Maul ausgebildet. Zum Laichen benötigen sie kiesigen Untergrund und kaltes Wasser. Die Weibchen fächeln in feinem Kies erst eine Grube aus, laichen dann ab um sie danach wieder abzudecken. Die Jungen leben in der ersten zwei bis drei Jahren in Gruppen, erst in späterem Alter werden sie Einzelgänger. Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt vom Gewässertyp, der Umgebung und der Nahrungsqualität ab.

Aufgrund ihres bevorzugten Lebensraumes gehört sie zu den Fischen die am Altrhein vorbeischwimmen.



FFH Gebiet

Die FFH-Richtlinie (Fauna = Tierwelt, Flora = Pflanzenwelt, Habitat = Lebensraum) wurde am 21.Mai 1992 als „Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen" beschlossen. Zusammen mit der Vogelschutzrichtlinie bildet sie die zentrale Rechtsgrundlage für den Naturschutz in der Europäischen Union.

Das vorrangige Ziel der FFH- und EG-Vogelschutzrichtlinie ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung und Sicherung der in Europa vorhandenen biologischen Vielfalt. Durch die FFH-Richtlinie werden die europaweit gefährdeten, natürlichen und naturnahen Lebensräume sowie die Vorkommen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten geschützt.

Mehr Info unter Landesanstalt für Umwelt Baden-Würrtemberg.

Unser Naturschutz-Tipp

Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst seinen Garten nicht blitzblank aufräumen. Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen sollten nicht vollständig entsorgt werden. Sie können im Winter verschiedenen Tieren Unterschlupf und Futter bieten. Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern zum Beispiel bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Heimische Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel. Alte Blüten und Pflanzenstängel bieten außerdem vielen Insekten Möglichkeiten zur Überwinterung. Wildbienen etwa legen ihre Eier in hohle, trockene Pflanzenstängel. Dort überwintern dann die Larven und schlüpfen im kommenden Jahr.

Mehr dazu unter www.bund.net/bund-tipps/

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