Flussbarsch



Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) hat eine geteilte Rückenflosse, sowie eine rötliche Färbung der Brust- und Bauchflossen. Auf den Seiten befinden sich senkrechte, breite und dunkle Streifen. Die beiden Rückenflossen und die Afterflosse sind mit spitzen Stachelstrahlen (Hartstrahlen) ausgestattet. Er hat ein eher oberständiges, bis unter die Mitte der Augen reichendes Maul und einen spitzen Dorn am Kiemendeckel. Er wächst sehr langsam und erreicht nach 8 bis 10 Jahren ca. 30cm Körperlänge und ein Gewicht von 1,0 bis 1,5 kg Gewicht, einzelne Exemplare können in höherem Alter bis 55cm lang und 3 kg schwer werden.

Der Flussbarsch gehört zu den Stachelflossern und ist als anpassungsfähiger Fisch in Seen, Flüssen, Kanälen, Teichen und sogar im Brackwasser heimisch. Er bevorzugt aber die Ufernähe sauerstoffreicher, langsam fließender Gewässer und ist daher im Altrhein vor allem an der Grenze zur Hauptströmung zu finden. Dank seiner Fähigkeit sich dem Nahrungsangebot anzupassen, löste er nach der Eutrophierung (Überdüngung durch Nitrate) des Bodensees die Felchen als Leitfischart ab.



Er lebt in jüngeren Jahren in Gruppen bis zu 15 Tiere an Stellen die ihm irgendwie Deckung bieten (Ufernähe, Hafengebiet, Hafenmauern, überhängende Äste) und jagt dort in Gruppen koordiniert nach kleinen Fischen. Im hohen Alter leben die Barsche dann eher einzelgängerisch auch im Freiwasser und jagen nach größeren Fischen und Krebsen; bei sehr gutem Nahrungsangebot findet diese Umstellung nicht statt. Den Winter überdauern sie in tieferen Wasserschichten.

Die Laichperiode dauert von März bis Mai bei Wassertemperaturen von ca. 12 C°, die Weibchen heften dann lange Eischnüre an Pflanzen, Stöcken und Steinen im Uferbereich an. Große Weibchen können 300.000 Eier ablegen. Die Jungen schlüpfen nach ca. 12 Tagen und müssen zunächst ihre Schwimmblase an der Oberfläche füllen. Sie ernähren sich erst pflanzlich, später von Zooplankton und noch kleineren Fischen als sie selber sind. Ihre Geschlechtsreife erreichen sie nach zwei Jahren.

Der Flussbarsch gehört nicht zu den gefährdeten Arten.



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