Döbel



Der Döbel (auch Aitel, Alet, Eitel, lat.: Squalius cephalus; Syn.: Leuciscus cephalus) gehört zur Familie der Karpfen. Seine Körperform ist langgestreckt, kräftig, eher rund und mit einem endständigen, zahnlosen, großen Maul versehen. Der Kopf ist kräftig und eher rund ausgebildet. Er hat große, schwarz umrandete Schuppen, Bauch- und Afterflosse sind rötlich eingefärbt, letztere ist nach außen ausgewölbt, ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zum ähnlich aussehenden Hasel. Nur bei sehr guten äußeren Bedingungen wird der Döbel grösser als 50cm und schwerer als 2,5kg. Er kann fast 20 Jahr alt werden.

An seinen Lebensraum hat er keine hohen Ansprüche, er lebt bevorzugt im Fluss, aber auch im Altarm, in Seen, Bächen und Teichen. In Fließgewässern bevorzugt der Döbel geschützte, strömungsneutrale Stellen, oft im Mündungsbereich anderer Gewässer. Er kommt in fast ganz Europa vor und fehlt nur in Irland, Schottland und dem nördlichen Skandinavien. Er ist empfindlich gegenüber Gewässerverschmutzungen. Große Schwärme von Tieren jüngeren und mittleren Alters bilden an den Plitvicer Seen in Kroatien eine Touristenattraktion.



Döbel sind Allesfresser mit einem breiten Speisezettel, sie gelten als Leitfische in der Äschen- und Barbenregion. Sie bevorzugen in jüngeren Jahren Pflanzenkost, Weichtiere, Insekten und Würmer, später stehen auch Kleinfische, Amphibien und Krebse auf dem Speiseplan, sogar ins Wasser fallendes Kleinobst wird nicht verschmäht. Ihnen wird nachgesagt, sich in den Wintermonaten als nennenswerter Laichräuber in Forellenregionen zu ernähren. Jungfische leben geschützt und oberflächennah in Schwärmen und suchen dort nach herantreibender Nahrung, Altfische sind eher Einzelgänger und stehen an strömungsärmeren Stellen in Gumpen, hinter Steinen oder Brückenpfeilern.

Die Geschlechtsreife wird mit 2 bis 4 Jahren erreicht, zur  Laichzeit, von April bis Juni, werden von den Weibchen bis zu 150.000 Eier in sauerstoffreichem Wasser auf grob kiesigem Untergrund, manchmal mit Pflanzenbewuchs, abgelegt. In Regionen mit starkem Feinsediment oder in kanalartigen Fließgewässern können sie sich nicht fortpflanzen.



Suche