Barbe



Die Barbe (Barbus barbus) ist ein länglicher und muskulöser Fisch aus der Familie der Karpfen mit einem unterständigem Maul, fleischigen Lippen und vier Barteln an der Oberlippe, ein Paar davon an den Mundwinkeln. Der Rücken hat eine graue Farbe, die Flanken können hell-grünlich oder golden gefärbt sein, die Flossen sind rötlich, farblos oder grünlich und relativ groß. Die Barbe bewohnt Mittel-, Ost- und Südeuropa, kommt aber nicht in den Alpen vor.



Sie bevorzugt schnell fließende Abschnitte ansonsten ruhiger Flussläufe und findet sich daher vor allem unterhalb der Stauwehre oder in den Isteiner Schwällen, sie hat höhere Ansprüche an den Sauerstoffgehalt und bevorzugt daher kiesige oder sandige Abschnitte mit etwas Pflanzenbewuchs und tiefen Wasserstellen für das Tagesversteck (Brückenpfeiler, Abfluss der Stauwehre).

Sie ernährt sich als geselliger Fisch am Grund von Flüssen von allem was am Boden zu finden ist (Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, Würmern und von pflanzlicher Kost), sie geht nachts auf Futtersuche. Sie erreicht eine Größe von 40 cm bis 90 cm bei einem Gewicht von bis zu 8 kg, sie kann 12 bis 15 Jahre alt werden. Wie die Brasse Leitfisch für warme, seichte und pflanzenreiche Gewässer ist, ist auch die Barbe ein Leitfisch für schnellfließende, sauerstoffreiche, kühle Gewässer mit kiesig- sandigem Untergrund, ihr Lebensraum wird Barbenregion genannt.



Im Winter schließen sich die Barben zu großen Verbänden zusammen und suchen ruhige Wasserbereiche auf um gut versteckt, unter Altholz oder Wurzeln zu überwintern.
Die Barben erreichen mit 4 bis 5 Jahren ihre Geschlechtsreife, zur Laichzeit, die in die Monate Mai bis Juli fällt, ziehen die Barben in Schwärmen flussaufwärts. Die Abgabe der leicht klebrigen Eier (Durchmesser 2 mm; 3000-9000 Stück) erfolgt an ufernahen, flachen, sandig-kiesigen Stellen. Die Larven schlüpfen nach ca. 2 Wochen.

Sie ist eine weit verbreitete Art und hatte drastische Veränderungen infolge von Verschmutzung und Gewässerregulierungen zu verkraften.



FFH Gebiet

Die FFH-Richtlinie (Fauna = Tierwelt, Flora = Pflanzenwelt, Habitat = Lebensraum) wurde am 21.Mai 1992 als „Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen" beschlossen. Zusammen mit der Vogelschutzrichtlinie bildet sie die zentrale Rechtsgrundlage für den Naturschutz in der Europäischen Union.

Das vorrangige Ziel der FFH- und EG-Vogelschutzrichtlinie ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung und Sicherung der in Europa vorhandenen biologischen Vielfalt. Durch die FFH-Richtlinie werden die europaweit gefährdeten, natürlichen und naturnahen Lebensräume sowie die Vorkommen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten geschützt.

Mehr Info unter Landesanstalt für Umwelt Baden-Würrtemberg.

Unser Naturschutz-Tipp

Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst seinen Garten nicht blitzblank aufräumen. Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen sollten nicht vollständig entsorgt werden. Sie können im Winter verschiedenen Tieren Unterschlupf und Futter bieten. Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern zum Beispiel bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Heimische Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel. Alte Blüten und Pflanzenstängel bieten außerdem vielen Insekten Möglichkeiten zur Überwinterung. Wildbienen etwa legen ihre Eier in hohle, trockene Pflanzenstängel. Dort überwintern dann die Larven und schlüpfen im kommenden Jahr.

Mehr dazu unter www.bund.net/bund-tipps/

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