Äsche



Die Äsche (Thymallus thymallus) ist so typisch für ihren bevorzugten Lebensraum, dass ihr Name als Bezeichnung für diesen Lebensraum genutzt wird. Bis zum Ausbau des Rheins war die Äsche der Leitfisch des Hochrheins, sie lebt vorzugsweise in klaren, kalten, schnellfliessenden aber nicht reissenden und sauerstoffreichen Gewässern. In Flüssen nutzt sie wasserreiche Flussabschnitte mit langsam- wie schnellfliessenden Abschnitten, auf sandig- kiesigem Untergrund. Sie ist in fast ganz Europa zuhause und fehlt nur in den heissen Gebieten von Spanien und Süditalien, sowie in Irland. Sie steht relativ standorttreu im Fluss und benötigt keine Deckung. Sie ernährt sich von Insekten, Würmer und Schnecken und gelegentlich kleinen Fischen.



Die Weibchen schlagen mit dem Schwanz im März und April kleine Laichgruben in den Kies und verteidigen diese gegen andere Weibchen. Die Eier werden bei Anwesenheit des "richtigen" Männchens in die Grube gelegt und sofort befruchtet. Auch die Männchen besetzen Reviere und verteidigen diese gegen Geschlechtsgenossen.



Die Fischlarven schlüpfen erst nach drei bis vier Wochen und halten sich zunächst gruppenweise in Ufernähe auf. In den darauffolgenden Jahren suchen sie den Schutz durch die erhöhte Wachsamkeit in einer Schule, bilden aber keinen zusammenhängenden Schwarm, später leben sie auch einzelgängerisch. Mit drei Jahren werden Äschen geschlechtsreif, ihr Höchstalter haben sie mit ungefähr 10 Jahren erreicht.



Die Äsche hat einen lang gestreckten, stromlinienförmigen Körper und eine charakteristische hohe und lange Rückenflosse die während der Laichphase deutlichst als Fahne ausgebildet ist.




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